Ein Weltacker in Bamberg

© Sonja Seufferth, Stadt Bamberg

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Weltacker Bamberg, ein Projekt des BUND Naturschutz, eröffnet.
Der Weltacker basiert auf der Idee, dass jedem Menschen bei einer gerechten Verteilung der weltweiten Ackerfläche etwa 2.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen würden. Das heißt: Hier muss alles wachsen, was ein Mensch zum Leben braucht, von Getreide über Obst und Gemüse bis hin zur Baumwolle für die Kleidung. Der Weltacker ist ein Lernort der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er macht die weltweite Agrar- und Ernährungssituation auf menschlichem Maß sichtbar und erlebbar. 

Nun gibt es diese deutschlandweite Projektidee auch in Bamberg – auf einem Feld in der Südflur.

Der Weltacker in Bamberg ist ein Projekt des BUND Naturschutz in Kooperation mit der Solawi, das mit Unterstützung der Stadt Bamberg nun erfolgreich umgesetzt werden konnte. Die Projektleitung Christine Hertrich dankte an der offiziellen Eröffnung am Sonntag, dem 22. Juni, allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren sowie den vielen helfenden Händen.

© Sonja Seufferth, Stadt Bamberg

In der anschließenden Talkrunde mit Isabella Hirsch (Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Franken), Jasper Jordan (Internationaler Koordinator der Weltacker-Bewegung) und Jonas Glüsenkamp (Zweiter Bürgermeister und Umweltreferent der Stadt Bamberg) wurden die vielen Herausforderungen aber auch Chancen, die mit dem Projekt Weltacker aufkommen, diskutiert. Die Runde wurde von Mirjam Elsel moderiert, die betonte, dass sich der Weltacker weniger als reines Ackerbauprojekt, sondern vielmehr als Bildungsprojekt sieht. Wichtig sei es, ein Bewusstsein für die begrenzten Ressourcen und den Umgang damit, über alle Bildungs- und Gesellschaftsgruppen hinweg zu schaffen.

Auch Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp zeigte sich sehr erfreut, dass nun nach vielen Jahren der Planungen und vorangegangenen Projekten, wie die Selbsterntegärten „Essbare Stadt“ und „Solawi“ und Bildungsprojekte wie „Vom Acker zum Teller“, der Weltacker in Bamberg seine Tore öffnen konnte:

„Das Thema Landwirtschaft ist auch für Stadt Bamberg ein wichtiges Thema, vor allen Dingen aber eine Herausforderung wegen der stark begrenzten Flächen. Umso dankbarer bin ich, dass der Weltacker hier nun neben der Solawi seinen Platz gefunden hat.“

Glüsenkamp überreichte zudem für das Projekt einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro – einen Zuschuss über das Projekt MitMachKlima des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Der Weltacker Bamberg ist durchgehend geöffnet und kann von neugierigen Familien sowie von Bamberger:innen besucht werden. Entlang des zehn mal zweihundert Meter langen Feldes können alle durch die globale Landwirtschaft wandeln. Gleichzeitig zeigt die benachbarte Solawi, wie eine mögliche Zukunft der Landwirtschaft aussehen könnte. Ein besonderes Highlight des Weltackers in Bamberg: beim Aufbau des Ackers waren auch viele kleine Hände beteiligt. Gemeinsam mit Kindern konnten künstlerische Elemente installiert und mit viel Freude die Samen gesät werden.

Mehr Informationen zum Weltacker in Bamberg findest du unter: https://www.2000m2.eu/de/aecker/bamberg/

© Sonja Seufferth, Stadt Bamberg