Klimawandel vor Ort erleben – ein Bamberger Projekt macht’s möglich
Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Bedrohung mehr – er betrifft uns direkt, auch hier in Bamberg. Hitze, extreme Wetterlagen und Veränderungen im Stadtklima sind spürbar. Das Projekt „Lokales Klima erlebbar machen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Foken bringt Klimaforschung nun aus dem Labor direkt in unsere Hände: Mit selbstgebauten Messgeräten können Bürger:innen, Schüler:innen und Studierende das Klima vor Ort untersuchen und besser verstehen. Eine begleitende Broschüre liefert wertvolle Daten und Hintergrundwissen – für mehr Bewusstsein, Wissen und Handlungskompetenz im Umgang mit unserer Umwelt.
Klimawandel selbst messen – Bamberger Bürgerinnen und Bürger werden aktiv
Ist der Klimawandel wirklich so bedrohlich? Fehlender Schnee und heiße Sommer gehören längst zum Alltag. Doch statt sich nur auf Berichte zu verlassen, hilft Citizen Science: Bürgerinnen und Bürger führen eigene Messungen durch und tragen so zur Forschung bei.
In Bamberg hat der Bürgerverein Mitte gemeinsam mit der Universität Bamberg zehn Temperaturmessstationen installiert. Trotz einfacher Technik lieferten die Daten – dank Qualitätsanalyse per Crowdsourcing – verlässliche Erkenntnisse zur städtischen Überhitzung.
Im unserem Projekt „MitMachKlima“ können Interessierte nun mit tragbaren Messgeräten selbst Temperaturen bei Spaziergängen, Wanderungen oder im Unterricht erfassen. So wird erlebbar, wo es in der Stadt besonders warm ist und wie Kaltluftströme wirken.
Die dazugehörige Broschüre bietet Grundlagenwissen, zeigt Ursachen der städtischen Erwärmung und gibt Tipps für eigene Untersuchungen – ein praktischer Einstieg für alle, die nicht nur über Klima reden, sondern handeln wollen.
Was ist Klimawandern?
Klimawandern ist sicher kein Fachbegriff. Die Wissenschaft bezeichnet dies als mobile Messungen mit umfassend instrumentierten Fahrzeugen aber auch Fahrrädern und Rucksäcken. Für den Laien ist das zu kostspielig und aufwendig. Doch statt mit einem Rucksack zu laufen und kontinuierlich aufzeichnende Messgeräte, Datenerfassungtechnik und Batterien –meist fast 20 kg – herumzuschleppen, kann man auch mit einem einfachen Temperaturmessgerät sozusagen wandernd ähnliche Ergebnisse erzielen. Es wird nicht stressig, denn man soll nur kurze Wege von 1–2 Stunden zurücklegen, damit sich in dieser Zeit durch den Tagesgang die Lufttemperatur nicht zu stark ändert.