Bildung neu gedacht: Wenn Kultur und Klima sich begegnen
Die Stadt Bamberg hat mit der ämterübergreifenden Initiative „Kulturelle Klimabildung“ neue Wege beschritten: In Zusammenarbeit von MitMachKlima und KS:BAM (Kultur.Service Bamberg für Schulen und Kitas) entstand ein praxisnaher kreativer Rahmen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Kulturelle Bildung eng miteinander verzahnt in Bamberger Schulen zu bringen.
Kulturelle Klimabildung – Was steckt dahinter?
Im Zentrum der Initiative stand die Idee, Kinder und Jugendliche unabhängig von Sprache, Alter oder Bildungsniveau für gesellschaftliche Zukunftsfragen zu sensibilisieren. Die kulturelle Klimabildung setzte dabei auf kreative Ausdrucksformen wie Theater, Musik, Bildende Kunst, Medien, Upcycling oder gemeinschaftliches Kochen, um Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe greifbar zu machen. Die Projekte luden die Schüler:innen dazu ein, eigene Ideen zu entwickeln, Fragen zu stellen, Visionen zu entwerfen und neue Geschichten zu erzählen. Dabei entstanden nicht nur sicht- bzw. hörbare Ergebnisse wie Kunstwerke, Trickfilme, Theater- oder Musikstücke. Es entwickelten sich auch nachhaltige Bildungsprozesse, die Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit und kritisches Denken förderten.
Vielfalt der Projekte – Kreativität als Schlüssel
Insgesamt wurden von März 2024 bis November 2025 rund 30 Projekte an öffentlichen Schulen in Bamberg durchgeführt. Knapp 700 Kinder und Jugendliche nahmen an den kostenfreien Workshops teil, die im Regelunterricht, in Projektwochen oder als zusätzliche Nachmittags-Veranstaltungen stattfanden. Die Bandbreite der Angebote war bemerkenswert: Von Stadtrallyes und Museumserkundungen über Holzbildhauerei und Werkarbeiten, Theater- und Musikproduktionen bis hin zu künstlerischen Upcycling-Aktionen und der Gestaltung eines Kochbuchs mit regionalen Rezepten. Die Projekte wurden von lokalen Kulturpartner:innen umgesetzt, die ihre Expertise, Materialien und Begeisterung einbrachten und eng mit den Lehrkräften zusammenarbeiteten.
Die Formate waren so konzipiert, dass sie niederschwellig zugänglich und flexibel einsetzbar waren. Viele Schulen nutzten die Chance, dank der finanziellen Förderung, größere und längere Vorhaben verwirklichen zu können: Projekte über eine Woche oder sogar mehrere Monate ermöglichten den Schüler:innen ein intensives Eintauchen in Themen und Techniken. Sie boten Raum für individuelle Interessen und förderten die aktive Auseinandersetzung mit ökologischen und sozialen Themen.
Nachhaltige Wirkung und Ausblick
Die kulturelle Klimabildung in Bamberg hat eindrucksvoll gezeigt, wie wirksam ganzheitliche Bildungskonzepte sein können. Sie hat Räume geöffnet für neue Perspektiven, für gemeinsames Nachdenken und für die aktive Mitgestaltung unserer gemeinsamen Zukunft. Die Resonanz war durchweg positiv – sowohl bei den teilnehmenden Schulen als auch bei den Kulturpartner:innen.
Die Projekte haben Kinder und Jugendliche ermutigt, aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und ihre Ideen in Schule und Alltag weiterzutragen.